Claus Rabba malt und zeichnet Porträts mit viel Liebe zum Detail in der Art alter Meister.
Er legt großen Wert auf eine realistische Charakterdarstellung der Porträtierten und gibt hierbei einfühlsam die Stofflichkeiten von Haut, Haar, und Textilien in seinen Gemälden und Zeichnungen wieder. Er verleiht seinen Porträts feinsinnig einen bestimmten Ausdruck und haucht ihnen so Charakter und Leben ein.
„Für mich ist nicht das Detail das Entscheidende an einem Porträt, sondern dass es ein Gefühl transportiert.“
Der Künstler lässt sich aber nicht auf ein Genre festlegen. Er arbeit zum Teil zeitgleich an Naturdarstellungen, Illustrationen und figurativen Ölgemälden.
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„Begegnung“, Öl auf MDF, 50 x 70 cm
„Wenn ich Ölgemälde für Ahnengalerien male, ist das eine spezielle Aufgabenstellung. Bei selbst gestellten Themen sollen die Komposition, die Farben und der Pinselduktus die Bildintention unterstützen.“
Gemalte Vogelbeobachtungen
„Wenn ich in meiner Wohnung, die sich in einem Altbau befindet, in meinem Arbeitszimmer male, höre ich ständig Mauersegler und sehe sie am Fenster vorbeiflitzen. Jetzt habe ich bemerkt, dass sie auf dem Balken im Giebel brüten. Sie lassen sich direkt vor meinem Fenster vom Nest herunterfallen.
Ich bin fasziniert von diesen Vögeln, die ihr Leben fast ausschließlich in der Luft verbringen, sich dort paaren und sogar im Flug schlafen. Nur zur Eiablage und zum Brüten verlassen sie den Luftraum. Das Nistmaterial fangen sie bei Wind auch aus der Luft, warum sich bei Windstille der Nestbau verzögern kann. Ach ja, und sie fliegen bis zu 200 Stundenkilometer schnell, was toll aussieht und ich liebe ihre Rufe, wenn sie im Sommer um das alte Haus sausen.“
Mauersegler”, Acryl auf MDF, 30x40cm
„Vogelbeobachtungen können einiges über menschliche Wahrnehmung bewusst machen. Alles was interessant ist, erscheint uns größer, als es in der Wirklichkeit ist. Die reale Größe von Vögeln in der Natur einzuschätzen, ist daher nicht immer einfach.
Wir brauchen dazu uns bekannte Elemente in der Landschaft, um Vergleiche anstellen zu können. Auch werden viele Merkmale des Vogels in unserer Fantasie während des Beobachtens ergänzt, die wir aufgrund z.B. einer Gegenlichtsituation, oder weil Schilfhalme Teile des Vogels verdecken, gar nicht wirklich sehen können.
Intuitiv kann der Kenner aber dennoch den Vogel exakt bestimmen, denn er verbindet viele Informationen miteinander. Er weiß, wo eine bestimme Vogelart zu welcher Tages oder Jahreszeit erwatet werden kann, nimmt das Bewegungsmuster und Geräusche wahr, weiß, welche Farben z.B. das Gefieder hat, was dann zusammen mit der konkreten Anschauung zu der Entscheidung führt, um welche Art es sich handeln könnte.“
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„Ich fühle mich der Landschaft an der Norddeutschen Küste, meiner Heimat, sehr verbunden. Das Wattenmeer ist ein faszinierender Lebensraum für besondere Tiere und Pflanzen.
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Allerdings hat mich mein Interesse an der Vogelwelt auch zu anderen Küstenregionen geführt.
Durch die Kraniche kam ich an die Ostsee, die ich seit einiger Zeit regelmäßig besuche und an englischen Küsten habe ich in mehreren Jahren viele Vogelbeobachtungen gemacht.“
Der Lebensraum Wattenmeer ist ein Teil meiner Heimat. In dieser Urlandschaft kann man die Naturkräfte intensiv erleben.
Wenn die Wattflächen von seichtem Wasser überdeckt sind, scheinen sich die Watvögel aufgrund der besonderen Lichtverhältnisse und der klaren Spiegelung fast schwerelos in einem unwirklichen Raum zu bewegen.
Aber an der norddeutschen Küste ist die Witterung oft auch sehr rau. Wenn es richtig stürmt, liebe ich es, mich auf den Deich zu stellen und mir den Regen vom Wind ins Gesicht peitschen zu lassen. Im Sturm jagen Vögel über das aufgewühlte Meer und ihre Rufe gehen im Tosen des Windes unter.
Vögel in Bewegung
„Um die Dynamik des Fliegens darzustellen, muss man über die bloße Illustration hinausgehen, wenn man einen lebendigen Eindruck im Gemälde vermitteln will. Es gilt Farben in ihrer besonderen Wirkung einzusetzen und sie nicht lediglich als „Gegenstandsfarbe“ einer detailliert ausgearbeiteten Zeichnung zu verwenden.
Ein kraftvoller Pinselduktus bringt die Emotionalität in die Bilder, die ich empfinde, wenn ich mir das Fliegen vorstelle. Ich habe mir für die Ausstellung vorgenommen das ‚Fliegen‘ auf unterschiedliche Weise malerisch umzusetzen. Durch den Eindruck von Höhe, oder durch Geschwindigkeit oder einfach durch die Anordnung der Bildelemente in der Komposition.
Hierbei male ich möglichst nahe an der Wahrnehmung. Wenn kleine Vögel über bewegtes Wasser sausen, kann der Beobachter nur wenige Einzelheiten wahrnehmen. Wenn markante Merkmale aufgefallen sind ist die nachträgliche Bestimmung der Vogelart möglich. In meiner Malerei gehe ich hierbei vom Farbbegriff der ‚Erscheinungsfarbe‘ aus.“
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Auszeichnung für „Wanderfalke in Wales“
Im Rahmen der Ausstellung „Jäger auf schnellen Schwingen – Greifvögel in der zeitgenössischen Kunst“ wurde Claus Rabba für sein Werk „Wanderfalke in Wales“ mit dem 3. Platz ausgezeichnet. Die Ausstellung fand vom 18. bis zum 22. Oktober 2006 anlässlich der Internationalen Falknertagung des DFO in der Weissenburg in Billerbeck statt. An der Ausscheidung beteiligten sich 35 Künstler aus der ganzen Welt, die sich auf das Thema „Greifvögel in der Kunst“ spezialisiert haben.
Gemälde der Vorjahre
Für Ausstellungen in den Niederlanden und Großbritannien malte Claus Rabba vor allem Vogelbilder, die zudem mehrfach in Büchern, in Kunstkalendern und auf Grußkarten veröffentlicht wurden.
Die Porträts von Claus Rabba weisen einen hohen künstlerischen Grad auf. Sie bleiben nicht an der Oberfläche, sondern „gehen unter die Haut“. Sowohl beim Betrachter durch ihre Ausdrucksstärke als auch bei der Darstellung des Motivs mit malerischen Mitteln. Stofflichkeit wird „fühlbar“ gemacht und durch Variation in Komposition und Pinselduktus setzt er einen Fokus im Bild.
„Meine Gemälde male ich nicht in allen Partien so detailliert wie meine Illustrationen, die vornehmlich der Vermittlung von Informationen dienen. Im Gemälde verfolge ich ein künstlerisches Konzept. Der Erschaffungsprozess wird für mich fast wichtiger als das Ergebnis, weil ich mir das, was ich male, erschließe, und es auch gefühlsmäßig ‚durchlebe‘.
Es ist für mich eine Art Kommunikation mit der Welt, die ich eigentlich immer betreibe, z.B. auch wenn ich Natur ‚für mich erforsche‘, Fragen zur Beschaffenheit der Welt nachgehe, indem ich mich mit Philosophie beschäftige, oder wenn ich intensive Erlebnisse genieße.“
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Claus Rabba studiert die Tiere genau, bevor er sie im Gemälde verewigt. Bei höheren Lebewesen interessiert ihn vor allem der Ausdruck und das Individuelle im Wesen der Modelle und er zieht Vergleiche zu Porträtgemälden von Menschen. Vor dem Porträtieren sucht der Künstler die Nähe zu ihnen, um den besonderen Ausdruck im Bild festhalten zu können.
Venezuela – faszinierende Eindrücke im Urwald, an der karibischen Küste und im Gebirge
Die ersten drei Wochen im Januar 2013 verbrachte Claus Rabba in Südamerika. An einigen Orten, die er besuchte, befand er sich gewissermaßen auf den Spuren des Naturforschers Alexander von Humboldt.
„Als Maler kann man in diesem abwechslungsreichen Land mit seinen Augen Farben tanken und auch mein Naturforscherherz schlug drei Wochen höher, denn in Venezuela konnte ich Tiere und Pflanzen erkunden, die ich noch nie vorher in der freien Natur gesehen hatte. Zu den wohl schönsten Erlebnissen meiner Reise gehören aber auch die Begegnung mit den Ureinwohnern des Orinoko-Deltas, den Warao-Indianern, die in halboffenen hölzernen Pfahlbauten am Flussrand leben und sich mit Einbaumbooten behänd auf dem Fluss fortbewegen. An der Küste treffen das üppige Grün der Vegetation und das karibische Blau des Meeres aufeinander und im Gebirge über den Wolken erschließt sich ein ganz besonderes Raumgefühl.“
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Im Jahr 2006 wurde Rabbas Wirken auf internationalen, renommierten Ausstellungen durch einen Eintrag im Lexikon „Dictionary of Bird and Wildlife Painters“ in einen historischen Zusammenhang gestellt.
Allerdings wurde er durch einen Druckfehler um 10 Jahre älter beschrieben.